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Schachmatt noch vor dem ersten Zug!

Golder Raphael 18.02.2019

Die Hiobsbotschaft erreichte das Raiffeisenteam von Aadorf gleich zu Beginn an diesem vernebelten Samstag: Der  Mannschaftscaptain war schon vor dem ersten Zug schachmatt gesetzt. Zugeschnappt hatte nicht irgendeine fiese Eröffnungsfalle sondern die Grippe. Glücklicherweise sprang Ulderico in die Rolle des Edeljokers um die fünfte Runde der Schweizer Gruppenmeisterschaft zu bestreiten. So ging es doch noch zu fünft in den Thurgauer Abstiegskrimi gegen das benachbarte Frauenfeld.

Sicheres Auftreten von Volker Stief, wichtige Lehrpartie für Ulderico

Volker, in Runde vier noch am ersten Brett, sah sich dieses Mal an Brett fünf mit einer wesentlich instabileren Gegenwehr konfrontiert. Schnell einmal hatte er mit weiss eine deutlich bessere Position, verpasste es aber, frühzeitig zwei ganze Figuren zu gewinnen (womöglich wollte er einfach noch ein bisschen länger Schach spielen) und so zögerte sich der erste Punkt von Aadorf noch um ein Stündchen hinaus. Letztlich war der der Sieg aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Edeljoker Ulderico sah sich nach nicht ganz korrekt gespielter Eröffnung einem starken Angriff ausgesetzt. Er verteidigte so gut es ging und konnte so eine frühe Niederlage abwenden. Der Gegner lenkte aber geschickt in ein klar gewonnenes Endspiel, welches Ulderico nicht mehr retten konnte. Frauenfeld glich zum 1:1 aus.

Präzision bis zum Schluss konnte man bei den Partien von Claudio und Karl beobachten

Am dritten Brett wollte Claudio heute unbedingt seinen ersten Sieg für Aadorf einfahren. Hatte er doch in den ersten beiden Spielen klare Gewinnstellungen verschenkt. Im Mittelspiel erhielt er in guter Position eine vielversprechende Stellung, der Gegner wickelte aber elegant in ein Turmendspiel ab.  Etwas weniger elegant spielte Claudio’s Gegner dann das Turmendspiel selber und musste mit Minusbauer überraschend schnell aufgeben. Aadorf führte 2:1

Fast gleichzeitig streckte auch der Gegner von Karl seine Waffen: Mit schwarz verbesserte der Aadorfer kontinuierlich und technisch sauber seine Position. Er gewann einen Bauern und verwertete das Endspiel einwandfrei. Aadorf führte uneinholbar mit 3:1.

Paul konnte hervorragend gespielte Partie nicht zum Sieg führen

Mit Bruno Zülle am ersten Brett stellte sich Paul an diesem Nachmittag der grössten Herausforderung. Wie gewohnt spielte Paul forsch und das mit grossem Erfolg,  leider verpasste der Aadorfer Senior bei klar überlegener Stellung die Fortsetzung und verlor die Partie unglücklich. So endete der Wettkampf am Ende auch ohne unseren Captain mit einem 3:2 Sieg.

Aadorf darf nun die Runde 6 der Gegner spielfrei verfolgen und wird dann vor der letzten Runde (auswärts gegen Illnau-Effretikon) wissen, ob es für den Ligaerhalt nochmals Punkte braucht. Mit nun 5 Punkten spricht Einiges dafür  

Aadorf – Frauenfeld 3:2

P.Frischknecht – B.Zülle 0:1
M.Meienhofer – K.Brunner 0:1
C.Gloor – F.Föhn 1:0
T.Wunderlin – U.Zeppetella 1:0
V.Stief – F. Alem Yar 1:0