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SC Aadorf schliesst zur Spitze auf

Golder Raphael 16.09.2019

Kaum aus der Sommerpause zurückgekehrt, zeigten die beherzten Schachspieler aus der Region Aadorf ihr Teamgeist und ihr Figurengeschick auf den 64 Felder des königlichen Spiels. Mit einem 4 zu 2 Sieg vermochten die Hinterthurgauer vom Raffeisen-Team sich klar gegen die Herausforderer von St.Gallen durchzusetzen und schliessen damit zum dritten Platz der Ostgruppe in der 2.Liga auf.

Fehlstart von Paul und ein Versehen von Volker waren die Gründe für einen frühen Rückstand der Aadorf

Während Paul von Schachblindheit geplagt, schon nach vierzehn Zügen aufgeben musste, musste der Gegner von Volker schon tiefer in die Trickkiste greifen, um zu gewinnen. Nachdem Volker mit einem leichten positionellen Vorteil aus der Eröffnung kam, unterlief ihm ein taktisches Missgeschick, was dann zur schlechteren Endspielstellung und zum Verlust der Partie führte.

Karl Brunner, die weissen Steine führend, vermochte von Anfang an die Initiative zu übernehmen.

In der Folge versuchte sein Gegner, mittels eines Bauernvorstosses Gegenspiel zu erlangen. Der Aadorfer konterte allerdings mit einem eleganten Ablenkungsopfer, was zum Bauerngewinn und einem überlegenen Damenflügel führte. Nach erzwungenem Abtausch aller Schwerfiguren sah der St. Galler Spieler die Hoffnungslosigkeit seiner Stellung ein und gab auf.

Obwohl Jannik die Eröffnung nicht kannte, konnte er sich gut entwickeln.

Im Mittelspiel wurden einige Bauern bewegt und es gelang Jannik dem Gegner eine schlechtere Bauerstruktur zu verpassen. Mit einer kleinen Taktik konnte er sich in ein besseres Endspiel entwickeln. Wegen Zeitnot übersah er den Gewinnzug und machte es wieder kompliziert. Er konsolidierte die Stellung und hatte in einem Endspiel mit zwei Türmen nur noch einen Bauern mehr. Der Gegner machte es Jannik zum Schluss jedoch einfach und verlor in einer kleinen Taktik einen Bauern und später die Partie. 2:2

Teamkäptain gewinnt souverän gegen Jungtalent aus St.Gallen.

Obwohl Raphaels junge Gegnerin nominell deutlich schwächer war, musste er höchste Sorgfalt walten lassen. Junge ehrgeizige Spieler hinken mit der Führungszahl für gewöhnlich ihrer Schachbegabung nach. Nach der Sizilianischen Verteidigung wurde taktisch um die Vorherrschaft des Zentrums gerungen. Dabei tauschte die junge St.Gallerin unvorteilhaft ab und verlor die Partie im weiteren Spielverlauf.

Marcel Eberle kämpfte zu Schluss lange um einen Sieg am ersten Brett. Der Vorteil im Endspiel war nicht einfach umzumünzen. Seine Beharrlichkeit zahlte sich schlussendlich nach weit über 5 Stunden Spiel aus. 4:2 für Aadorf.

Marcel links kämpft um einen Sieg, lange nachdem alle fertig waren.  

Aadorf – St.Gallen 4:2
M.Eberle – T.Schoch 1:0
A.Potterat – J.Bounlom 0:1
K.Brunner– H.Altheer 1:0
D.Kindle – P.Frischknecht 1:0
V.Stief – R.Perrin 0:1
S.Fecker – R.Golder 0:1